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An der nördlichen Westküste von Sardinien erstrecken sich die
Gebiete Nurra und Villanova. Die Nurra präsentiert sich als
fruchtbare Ebene am nordwestlichen Zipfel der Insel. In der
hügeligen Landschaft liegen zahlreiche Weingüter versteckt. Im
Norden fällt das Land sanft zum Meer ab, im Süden endet die Nurra
ganz schroff mit Klippen. Bis auf Alghero sind die Örtchen hier sehr
klein. Südlich der Nurra liegt Villanova mit der gleichnamigen
Hochebene. Sehr schön ist hier die Steilküste entlang der
Panoramastraßen Alghero-Bosa – während in der Tiefe das grün-blaue
Meer leuchtet, tummeln sich an den felsigen Klippen Sträucher und
Kräuter, die hier die Vegetation bestimmen.
SehenswürdigkeitenZeugen der Jungsteinzeit
Auf dem weitläufigen Land der Nurra findet man heute noch Spuren der
Besiedlung in der Jungsteinzeit. Hier sei vor allem die Grabstätten
der Grotta Verde genannt, die Höhlengräber von Anghelu Ruju auf
einem Weingut bei Alghero und die Nuraghenanlagen von Palmavera. Bei
einem Besuch der Ferienhäuser, Ferienwohnungen oder
Hotels auf
Sardinien sollten Sie unbedingt mehr über die interessante
jungsteinzeitliche Geschichte der Insel erfahren.
Zurück ins Mittelalter: Villanova
Der mittelalterliche Ort umschließt einen entzückenden, malerischen
Ortskern. Hier kann man noch die original Bauweise bewundern, wie
sie vor vielen hundert Jahren üblich war: Früher schwuren die
Menschen auf Kalkstein und Trachyt. Wer noch Urlaubsmitbringels
benötigt, der wird in Villanova auf jeden Fall fündig werden, denn
viele Kunsthandwerker präsentieren in den Gassen ihre Werkstätten
und Verkaufsräume. Vor allem Teppiche und Körbe werden hier den
Besuchern angeboten. Komplettiert wird der Urlaubstag durch einen
Besuch im Museum für Fotografie.
Die Altstadt von Alghero
Die alten, verwinkelten Gassen der Stadt Alghero verstecken vor
allem architektonische Perlen, die dem katalanisch-gotischen Stil
angehören. Kirchen, Paläste und Denkmäler sind in der ganzen
Altstadt verstreut. Besonders sehenswert sind die Glockentürme der
Kathedrale Santa Maria und der Kirche San Francesco. Die
traditionelle Stadt kann auf eine langjährige Geschichte bis ins 8.
Jahrhundert zurückblicken und präsentiert sich voller Stolz und
Charme ihren Besuchern.
Pòglina
Feiner, weißer Sand und türkisfarbenes Meer! Der Name Pòglia leitet
sich übrigens von dem Wortstamm „poddine“ ab, der bezeichnenderweise
übersetzt „Mehl“ heißt. Auch Surfer finden oft den Weg zu dieser ca.
400 m langen hübschen Bucht, da hier häufig ein guter Wellengang
herrscht. Der Strand liegt bei der Ortschaft Marina de Villanova
etwas südlich von Alghero.
Le Bombarde
Hier wird den Besuchern sehr viel Komfort geboten, denn viele
Dienstleister haben sich am Strand Le Bombarde angesiedelt. Sehr
schön und großflächig zieht sich der helle Strand an der Küste
entlang. Teilweise ist er von rötlichem Vulkangestein umgeben,
welches in einem interessanten Kontrast zur grünen Vegetation steht.
Optimal ist der Strand für Familien mit Kindern, denn hier geht es
flach ins Wasser und man kann Liegestühle, Sonnenschirme und
Tretboote mieten.
La Pelosa
Willkommen im Paradies! Der Ort Pelosa und der gleichnamige Strand
liegen gegenüber der Inseln Piana und Asinara, ganz in der Nähe von
Stintino. Hier trifft glatter, weißer Sandstrand auf kristallklares
Wasser. Vor allem Schnorchler und Taucher packen hier ihre
Ausrüstung aus, um die faszinierende Unterwasserwelt der sardischen
Küste zu entdecken. Im Norden erhebt sich der Turm Torre della
Pelosa aus dem 17. Jahrhundert, der nach wie vor über den Strand
wachen zu scheint. Hier finden Sie wahrlich paradiesische, erholsame
und ruhige Urlaubsstunden.
Der nordwestliche Zipfel von Sardinien bietet viele weitere
Traumstrände in der Nähe der Ferienhäuser, Ferienwohnungen und
Hotels, so dass man jeden Tag eine neue Umgebung und einen neuen
Blick auf das glitzernde Meer werfen kann. Die Nurra ist berühmt für
ihre vielen schönen Strände.
Das Bistumsmuseum für Kirchenkunst
Für die Menschen Sardiniens hat Religion immer eine große Rolle
gespielt. Ganz in der Nähe des Doms von Alghero beherbergt das
Oratorium Nostra Signora des Rosario das Bistumsmuseum. Darin sind
der Domschatz von Alghero und viele weitere kostbaren Schätze von
anderen Kirchen der Stadt zu sehen. Silber, Gemälde, Skulpturen aus
Holz und Kunstwerke aus Stein und Bronze zeigen, dass der
christliche Glaube und die Heiligenanbetung ein wichtiger Teil der
Geschichte Sardiniens sind.
Heimatkunde und Archäologie
Nicht weit von Alghero entfernt befindet sich das Weingut Sella a
Mosca. In der Abteilung für Archäologie erfährt man Interessantes
zur Ausgrabungsstätte von Anghelu Ruju. Das ist die größte Nekropole
der Urgeschichte, die bereits 1903 entdeckt wurde. Insgesamt wurden
38 Höhlengräber damals ausfindig gemacht. Weiter geht’s in die
heimatkundliche Abteilung: Hier geht es vor allem um die Geschichte
des Weinguts. Weinkeltern, Weinbecken und Mühlsteine gehören zu den
ausgestellten Exponaten.
Aquarium Mare nostrum
Im Zentrum von Alghero, nicht weit vom Meer entfernt, können Sie das
Aquarium der Stadt besuchen. Hier sind sämtliche Fischarten
untergebracht, die man in Süß- und Salzwasser finden kann. Neben
Muränen, Aalen, Blaubarschen und Goldbrassen tummeln sich
Meeresschildkröten, Langusten und Hummer in den Becken. In der
nächsten Abteilung können Piranhas und andere Tropenfische entdeckt
werden. In einem zentralen Becken schwimmen verschiedene Haie. Die
größte Attraktion des Aquariums ist die alte Meeresschildkröte, die
seit ihrer Rettung vor 25 Jahren hier lebt. Damals hatte sich ein
Fanghaken von Schwertfischfängern in ihren Hals gebohrt. Über zwei
Zentner wiegt das gepanzerte Tier, welches in einem der größeren
Becken wohnt.